Festliche Gottesdienste mit dem Pfarrkindergarten

Auffi auf'n Berg!!

 

Auf einen Berg zu steigen ist nicht leicht, aber mit einer Freundin oder einem Freund fällt es bedeutend leichter! Maya und Vinzi, die beiden "Streithanseln" konnten sich zuletzt doch noch auf gegenseitige Hilfe einigen und freuten sich am Gipfel daher doppelt.

 

Bei der Kindergarten- und Hortmesse am vergangenen Sonntag gab es also viel Aufregung um hohe Gipfel und auch einiges zum Nachdenken über Briefe, die wir per Postkasterl oder vielleicht auch auf andere Art an den lieben Gott senden können.

 

Am Schluss der Messe sangen uns die tollen Hortkinder mit Smileys und Herzerl-Brillen in einen "Lovely Day".

 

Der wurde im Pfarrcafe dann sogleich mit außergewöhnlichen Köstlichkeiten gefeiert!

Festmesse zur Pensionierung von Gertrud Purtscher und Leopoldine Grafeneder

Mit viel Liebe und Kreativität wurden Gertrud Purtscher und Leopoldine Grafeneder in einem festlichen Gottesdienst am 31. 5. 2015 in die wohlverdiente Pension verabschiedet. Die Kirche platzte aus allen Nähten und die eine oder andere Träne musste ab getrocknet werden. Wir wünschen einen "abenteuerlichen Ruhestand"!!

Die Pfarre Hetzendorf


Foto: CKraus
Eine volle Rosenkranzkirche als deutliches Dankeschön!
Foto: CKraus
Vater Unser rund um den Altar

 

Festrede

von Günther Reisenauer


Liebe Gemeinde!

 

Viele von Ihnen werden es schon wissen, auf Grund der ausgehängten Einladung zu dieser Familenmesse. dass es Dank zu sagen gilt. Dank an die beiden Frauen in unserer Mitte, die demnächst, wie es so schön heißt, „in den wohl verdienten Ruhestand“ gehen. Selten hat diese Floskel solch eine Berechtigung wie diesmal.

 

Oder was soll man denn anderes sagen, wenn nach bis heute 12.325 Tagen geleisteter Arbeit, inklusive Schaltjahre und Urlauben Gertud Purtscher kurz vor ihrer Pensionierung steht? Damit sie nicht zu viel rechnen müssen: es war der 1. September 1981 als Gertrud ihren Dienst, als Kleinkinderpädagogin im Pfarrkindergarten antrat. Nur damit Sie sich vorstellen können: das war damals, als Reinhard Fendrichs „Strada del Sole“ an der Spitze der Charts stand, für Tiroler wichtig: Wacker-Innsbruck im Cup einen 4:0 Sieg gegen Admira-Dornbirn feierte, und das Jahr in dem Diana Prinz Charles ehelichte und zur Lady wurde. Es ist dies eine lange Zeit bis heute.. Einige werden sich vielleicht denken, ist doch schön, den ganzen Tag mit den lieben Kleinen spielen und scherzen, echt leiwand! Gestatten sie mir aus dem Berufsbild zu zitieren:

 

KleinkindpädagogInnen (KindergartenpädagogInnen) begleiten, betreuen und erziehen Kinder bis zum Alter von sechs Jahren in Kindergärten, Kindergruppen, Heimen usw. Sie unterstützen die Kinder bei ihrer Entwicklung und motivieren sie dazu, körperliche, geistige, emotionale und soziale Erfahrungen mit ihrer Umwelt zu machen. Sie malen, spielen und basteln, singen und turnen mit den Kindern, erzählen Geschichten und machen Ausflüge und bereiten die Kinder so auch auf den Schuleintritt vor. KleinkindpädagogInnen arbeiten in den Räumlichkeiten von Kindergärten sowie im Freien auf Spielplätzen. Dabei arbeiten sie mit BerufskollegInnen und KindergartenhelferInnen zusammen und halten Kontakt zu den Eltern und Bezugspersonen der Kinder.

 

Dieses bitte, en suite 34 Jahre. Die meisten von uns, würden dabei am Zahnfleisch gehen. Das macht man nicht, weil es nur „Arbeit“ ist, das hältst Du nur durch, aus Liebe und Berufung. Liebe Gertrud, Du hast Generationen von Hetzendorfern sprichwörtlich am Rockwickel hängen gehabt, und Du bist auch vielen in Erinnerung geblieben. So wie meinem Sohn Christoph, welcher, als ich ihn nach Erinnerungen an Dich fragte, spontan, ohne nachzudenken mit „ihre roten Lippen“ antwortete, und das, nach fast dreißig Jahren! Als zweites blieb Dein charmanter Tiroler Akzent haften. Ist doch was, oder?

 

Kein Geringerer als Winston Churchill hat einmal gesagt: „Es ist einfacher eine Nation zu regieren, als vier Kinder zu erziehen“. So betrachtet, wart ihr beide, Du liebe Gertrud und Du liebe Poldi, an der Erziehung einiger Nationen beteiligt. Ein anderer Großer, ein Herr von Goethe formulierte:

 

„Wüchsen die Kinder fort, so wie sie sich andeuten, wir hätten lauter Genies“ - das hört jeder Elternteil gerne, und ist auch überzeugt davon – bei seinen Kindern.

 

Nun, zu den Aufgaben eines Kindergartens gehört es auch, die Kinder zu „erden“, sie Fuß in der Welt fassen zu lassen.. Dazu hat Poldi Grafeneder in ihrer Funktion als Kindergartenhelferin wesentlich beigetragen. Ich muss gestehen, dass ich sicher ein begnadeter Heimwerker geworden wäre, wenn ich bei Poldi Kind sein hätte dürfen. Bei ihr war es der 1. Oktober 1983 als sie erstmals die Stufen zum Kindergarten erklomm. Für die Statistiker: inklusive Schalttage und Urlaube ergeben sich daraus 11365 Tage bis heute. In den Charts vertraten Manfred Tauchen und Josi Prokopetz die Deutsch-Österreichische-Freundschaft, und Austria-Anhänger durften, ganz im Gegenteil zur Jetztzeit, einen 4:1 Sieg ihrer Veilchen über die Admira erleben. In diesem Jahr nahm auch eine der neuen Plagen der Menschheit Gestalt an. Das Motorola Dynatec 8004, seines Zeichen das erste Mobiltelefon, kam mit einem Gewicht von 80 dag auf den Markt.

 

Die meisten der heute Anwesenden können sich wahrscheinlich nicht mehr an den Inhalt der heurigen Kindergartenmesse erinnern. Aber eines ist allen im Gedächtnis geblieben: die Backkunst einer gewissen Frau Grafeneder. Nicht nur heuer, sondern auch in den letzten Jahren, wenn das nach der Messe öffnende Pfarrcafe seine Gäste mit Spezialitäten von Poldi verwöhnte. Für diese ans Elysium gemahnenden Minischaumrollen, den herrlich cremigen Kokoskuppeln, diesen bissfesten Punschkrapferl war man gerne bereit, mehr als den verlangten, bescheidenen Obolus zu bezahlen. Es geht die Fama, dass der Patisserieverantwortliche beim Demel angeblich vor Neid erblasste, ob der Güte und Qualität des angebotenen Backwerkes. Dein Ruhestand sei Dir von ganzem Herzen vergönnt, doch die Kunst des Mehlspeismachens darfst Du nicht aufgeben! Müsste Andre Heller Dich beschreiben, käme er um „begnadete Hände“ nicht herum.

 

Wenn nun die Kinder Euch beiden ein Lied singen, sowie ein kleines Geschenk überreichen, dann ist dies ein Ausdruck von Wertschätzung Eurer Tätigkeit. Genau dieser Wertschätzung hätte Uschi Steinklammer, als Kindergartenleiterin hier auch Ausdruck gegeben, wenn da nicht der schon lange geplante Urlaub gewesen wäre. Es war mir daher eine große Ehre, aber auch ein bisserl ein Vergnügen als sie mich bat, für sie einzuspringen. Den Dank der Eltern für Eure geleistete Arbeit habt ihr gewiss, den Dank der Kinder erlebt ihr fast jeden Tag, und den Dank der Gemeinde, verbunden mit dem Wunsch nach einer langen, vor allem gesunden Zeit des Ruhestands möchte ich Euch jetzt aussprechen.

 

Merci Gertrud, Merci Poldi.